Peter Inderbitzin (stehend in der Bildmitte) konnte als Organisator-Chef sehr zufrieden sein.
Rund 200 Delegierte trafen sich in Lauerz anlässlich der Delegiertenversammlung des Innerschweizer Schwingerverbandes. Es wurde auf die vergangene Saison zurückgeblickt, verdiente Persönlichkeiten geehrt und zentrale Entscheide gefällt.
Am Samstag, 7. Februar 2026, fand in der Mehrzweckhalle Husmatt in Lauerz die Delegiertenversammlung (DV) des Innerschweizer Schwingerverband (ISV) statt. Insgesamt 204 Delegierte sowie zahlreiche Gäste nahmen an der Versammlung teil. Unter ihnen befanden sich Regierungsrat André Rüegsegger sowie die beiden Gemeindepräsidenten Walter Marty (Lauerz) und Ruedi Beeler (Arth).
Traditionsgemäss ist der durchführende Verband des nächsten Isaf (Schwingerverband am Rigi) Organisator der DV. Die Versammlung wurde unter der Leitung von Peter Inderbitzin (Goldau) mit zahlreichen Helfern hervorragend organisiert. Der Innerschweizer Verbandspräsident André Sigrist führte souverän durch die Traktandenliste.
Karl Inderbitzin erhielt die ISV-Ehrenmitgliedschaft
Ein Höhepunkt der Versammlung aus Sicht der Rigiverbändler war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Karl Inderbitzin aus Arth. Der 65-Jährige war während beeindruckenden 36 Jahren als Kampfrichter im Einsatz. In dieser Zeit amtete er unter anderem 25-mal am Schwyzer Kantonalen, 14-mal am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest, zweimal am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag sowie einmal am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2013 in Burgdorf. Zudem war er an sämtlichen Kantonalen im ISV-Gebiet sowie an allen Bergfesten tätig. Insgesamt blickt er auf über 300 Schwingfeste zurück und engagierte sich darüber hinaus mehrfach in Schwingfestkomitees.
von links:
Christina Schorno (Ehrendame), Karl Inderbitzin (neues ISV-Ehrenmitglied), Sonja Heinzer (Ehrendame)
Neben Karl Inderbitzin wurden auch Didi Schmidle (Luzern), Jules Schweizer (Zug), Josef Holdener (Siebnen), Marcel Wisler (Menznau) und Gerold Koch (Ruswil) zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Einen Ausblick auf eines der kommenden sportlichen Highlights gab Fidel Schorno, OK-Präsident des Innerschweizer Schwing- und Älplerfest 2026. Er informierte die Delegierten über den aktuellen Stand der umfangreichen Vorbereitungsarbeiten und betonte, dass das Organisationskomitee intensiv am Arbeiten sei. Besonderes Gewicht legt das OK auf eine nachhaltige Anreise: Vom Bahnhof Arth-Goldau verkehren im Viertelstundentakt Linienbusse sowie zusätzliche Shuttlebusse direkt zum Festgelände. Mit einem gültigen Eintrittsticket ist der öffentliche Verkehr im Tarifverbund Schwyz kostenlos nutzbar.
Der Technische Leiter Stefan Muff verabschiedete zudem mehrere verdiente Eidgenossen aus dem aktiven Wettkampfbetrieb. Mit Schwingerkönig Joel Wicki, Pirmin Reichmuth, Christian Schuler, Mike Müllestein, Alex Schuler und Matthias Herger verlassen mehrere prägende Innerschweizer Athleten den Sägemehlring. Diese Lücke versucht man mit guter Arbeit bei den Jungschwingern in absehbarer Zeit zu schliessen.
Für Diskussionen sorgte schliesslich ein Antrag der Technischen Kommission des ISV, welche die Teilnehmerzahl am ISAF von 200 auf 190 Schwinger reduzieren wollte. Ziel wäre es gewesen, die Kranzgewinne anspruchsvoller zu gestalten und die Gangdauer zu erhöhen. Der Schwyzer Kantonalverband stellte sich jedoch klar gegen dieses Vorhaben. Armin Auf der Mauer und Daniel von Euw vermochten die Mehrheit der Delegierten zu überzeugen, sodass der Antrag mit 96 zu 50 Stimmen abgelehnt wurde.