Die beiden Festsieger: Samuel Schwyzer und Marc Lustenberger (vl.)
Bild: Laura Annen
Am vergangenen Sonntag, 5. Juli 2026, war Arth Gastgeberin des ISAF 2026 und wurde dieser Rolle mit viel Gastfreundschaft mehr als gerecht. Zahlreiche Schwingfans machten sich bereits früh am Morgen auf den Weg Richtung Festgelände. Viele von ihnen benutzten den Shuttlebus-Betrieb vom Bahnhof Arth-Goldau direkt vors Festareal. Die Auto AG Schwyz vermeldete, dass 3000 Personen dieses Angebot genutzt haben. Dies führte auf den Strassen zu einem verhältnismässigen geringen Rückstau. Das Areal konnte so mühelos erreicht werden, beispielsweise durch den Torbogen der Hauptsponsorin Schwyzer Kantonalbank.
Das 119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest war nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch ein besonderer Tag. Die Contratto Arena präsentierte sich eindrücklich, das ganze Areal war mit viel Liebe zum Detail gestaltet und für die Besucherinnen und Besucher gab es neben dem Geschehen im Sägemehl auch rundherum viel zu entdecken. Besonders gut bei den Festbesuchern ist die grosszügige Königsbar angekommen. Auch die Kaffeestube und die drei grossen Verpflegungsstände wurden frühmorgens schon rege benutzt worden. Ein beliebtes Fotosujet stellte der Holz-Muni Kenn im Schwingerdörfli dar. Auch der Baggersimulator wurde von den Kindern rege benutzt. Für die Leute ohne Ticket gab es die Möglichkeit, das Fest im Bereich des Public Viewings mitzuverfolgen. Ein Besuchermagnet war der schön hergerichtete Gabentempel unter der Leitung von Reto Appert. Die grosszügigen Gaben und die Lebendpreise haben einen Gesamtwert von 222`000 Franken.
Bei hochsommerlichen Temperaturen war das Festgelände stark gefordert. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Wasserbrausestand eingerichtet und viele Schattenplätze zur Verfügung gestellt. Auch die Verpflegung musste reibungslos funktionieren. Hunger und Durst konnten jederzeit gestillt werden, was an diesem heissen Festtag den beiden Festwirten Koni Schorno und Xaver Müller besonders wichtig war. Die Abläufe griffen ineinander, die Wege waren klar, die Helferinnen und Helfer in ihren roten Helfershirts präsent und das Gelände gut vorbereitet. Unter der Leitung von OK-Präsident Fidel Schorno durfte das Organisationskomitee auf einen gelungenen Anlass zurückblicken. Zahlreiche positive Rückmeldungen von Festbesuchern, Schwingerfreunden und Beteiligten bestätigten, dass die intensive Vorbereitung Früchte getragen hatte.
Sportlich haben die Luzerner schlussendlich den Stempel aufgedrückt. Marc Lustenberger und Samuel Schwyzer teilten sich mit je 58.25 Punkten den Festsieg, nachdem der Schlussgang gestellt endete. Knapp dahinter klassierte sich Topfavorit Lukas Bissig mit 58.00 Punkten auf Rang 2, gefolgt vom Überraschungsmann Simon Schmid auf Rang 3. Insgesamt wurden 31 Kränze vergeben, wobei die Luzerner mit 15 Kränzen die meisten geholt haben. Dahinter folgten die Schwyzer (6), die Zuger und die Urner (je 3) und die Ob- und Nidwaldner (2). Auch die beiden Gastschwinger Domenic Schneider und Lukas Tschumi durften kranzgeschmückt die Heimfahrt antreten.
Aus Sicht des Schwingerverbandes am Rigi konnte besonders Lukas Heinzer zufrieden sein. Der Goldauer erkämpfte sich mit 56.25 Punkten den Kranz und belegte Rang 8b. Heinzer startete stark in den Tag und bezwang Dorian Kramer sowie David Achermann. Nach der Niederlage gegen den späteren Co-Sieger Samuel Schwyzer fand er mit Siegen gegen Noe Müller und Kevin Waser wieder zurück auf Kurs. Im letzten Gang musste er sich Simon Schmid geschlagen geben, durfte sich aber dennoch über den verdienten Kranz freuen.
Ehrendame Sonja Heinzer mit Kranzgewinner Lukas Heinzer.
Bild: Laura Annen
Auch die weiteren Rigiverbandschwinger zeigten engagierte Leistungen. Benno Heinzer klassierte sich mit 55.75 Punkten auf Rang 10d, Reto Andermatt erreichte mit 55.25 Punkten Rang 12a, Pirmin Suter kam ebenfalls auf 55.25 Punkte und Rang 12h. Franz-Toni Kenel belegte mit 54.50 Punkten Rang 15a, Stefan Kennel erreichte Rang 20d mit 53.25 Punkten und Lukas Fischlin schloss das Fest mit Rang 25c ab. Ein besonderer Moment für die Rigiverbändler war der letzte Gang von Stefan Kennel gegen Manuel Bucher. Nach diesem Gang hat Kennel, umringt von seinen Kameraden, seine Schwinghosen an den Nagel gehängt.
Neben dem Sport bleibt vor allem das Gesamtbild des Festes haften: eine imposante Arena, ein liebevoll gestaltetes und dekoriertes Festgelände, viele zufriedene Gesichter und ein Dorf, das den Anlass mitgetragen hat. Das OK dankt der Bevölkerung der Gemeinde Arth und der Umgebung herzlich für die grosse Unterstützung. Ein besonderer Dank gilt zudem allen Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis, wenn es während des Festes zeitweise lauter wurde oder Unannehmlichkeiten entstanden sind, die bei einem Anlass dieser Grössenordnung kaum zu vermeiden sind. Dieser Rückhalt hat wesentlich dazu beigetragen, dass das ISAF 2026 erfolgreich durchgeführt werden konnte.
Ein grosses Dankeschön gilt ebenso allen Helferinnen und Helfern, die mit grossem Einsatz, Ausdauer und Herzblut gearbeitet haben. Ohne diese vielen fleissigen Hände wäre ein Anlass dieser Grösse nicht möglich. Ebenfalls dankt das OK den Sponsoren, Gabenspendern, Landbesitzern für das Zurverfügungstellen von Flächen für Arena und Parkplätze sowie der Gemeinde Arth für die Benutzung der Infrastruktur.
Damit bleibt das ISAF 2026 in Arth als grösster je durchgeführter Anlass in unserer Gemeinde in bester Erinnerung.
Foto: Brian Gottschalk